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17. September 2020
B10 in Europa
Biotreibstoffverband EWABA fordert B10-Standard
Die Europäische Kommission sollte B7-Dieselmischungen durch eine höhere B10-Dieselnormqualität in ganz Europa ersetzen, um die Klimaschutzpolitik der EU zu unterstützen, sagte der Europäische Verband für Biotreibstoffe aus Abfall (EWABA).

Der veröffentlichte Klimazielplan der Europäischen Kommission für das Jahr 2030 betont die Bedeutung von Biomasse-Abfällen, Rückständen und abfallbasiertem Biodiesel für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors und ihren Beitrag zu deutlich niedrigeren Emissionen von Personenkraftwagen und schweren Nutzfahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Höhere Mischungen wie B10 sollten im Rahmen der Revisionen für die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) II und die Treibstoffqualitätsrichtlinie (FQD) - geplant für Mitte 2021 - und vor ihrem offiziellen Einsatz in den Mitgliedsstaaten eingeführt werden, sagte der Verband. "Jedes Dieselfahrzeug, das auf den Straßen der EU fährt, kann mit einer höheren nachhaltigen Biodieselmischung perfekt funktionieren", sagte EWABA.

Gebrauchte Speiseöl-Methylester (UCOME) und Talg-Methylester (TME) können in den meisten europäischen Mitgliedsstaaten doppelt auf die inländischen Beimischungsverpflichtungen angerechnet werden und genießen einen Preisaufschlag gegenüber pflanzenbasierten Biodieselmischungen aufgrund ihrer höheren Treibhausgas (THG)-Einsparungen.

Quelle: EWABA / Argus Media
 
 
 
 
25. Juni 2020
Saubere Motoren durch den Einsatz von Biodiesel
Pressemeldung
Das an der Universität Rostock durchgeführte Projekt Belagsbildung und Belagsvermeidung Biodiesel (DIN EN 14214) zur Untersuchung der Belagsbildungsneigung von Biodiesel und Diesel-Biodiesel-Kraftstoffblends konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Ziel des an der Universität Rostock in Zusammenarbeit mit der AGQM Biodiesel und der ERC Additive GmbH durchgeführten Projekts war die Untersuchung der Belagsbildungsneigung von Biodiesel und Diesel-Biodiesel-Blends in den Injektor
kritischen Bereichen.

Im Projekt wurden Biodiesel verschiedener Herkunft (RME, SME, TME, UCOME) und Mischungen dieser Biodiesel eingesetzt. Außerdem wurden verschiedene Diesel-Biodiesel-Kraftstoffblends (B10 bis B30) getestet.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass beim Einsatz von Biodiesel oder Biodieselmischungen generell keine Beläge im kritischen Niedrigtemperaturbereich
aufgetreten sind. Darüber hinaus weisen die Ergebnisse darauf hin, dass die Belagsbildungsneigung von Diesel-Biodiesel-Blends mit steigendem FAME-Anteil abnimmt. Je höher der Biodieselanteil desto geringer ist auch die Ablagerungsbildungsneigung. Dieser Belag reduzierende Effekt ist sowohl im DDFT als auch in vergleichenden Prüfstandsuntersuchungen im open-loop Modus festzustellen.

Die Ergebnisse des Projektes zeigen einmal mehr, dass der Einsatz von Biodiesel sowie höheren Biodieselblends wie B10, B20 und B30 unter den aktuellen anspruchsvollen technischen Voraussetzungen bereits heute möglich ist, um die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor signifikant zu senken und gleichzeitig interne Diesel-Injektor-Ablagerungen zu vermeiden.

Quelle: AGQM
 
 
 
 
11. Juni 2020
CO2-Gesetz im Nationalrat
Am 9. und 10. Juni 2020 befasste sich der Nationalrat mit der Totalrevision des CO2-Gesetzes. Für unsere Branche ist der Ausgang der Debatte kontrovers:
  • Für uns positiv: Bei der Kompensationspflicht der Treibstoffimporteure sowie den damit verbundenen Ersatzabgaben übernahm der Nationalrat die Version des Ständerats. Konkret: die Kompensation für die Jahre 2022 bis 2024 sind 15 % zu kompensieren, ab 2025 bis 2030 20 %. Die Ersatzabgabe steigt von CHF 160 auf CHF 320 pro Tonne CO2.

  • Für uns negativ: Bei den Steuererleichterungen will der Nationalrat keine Verlängerung bis 2030, sondern wie im Dezember 2019 beschlossen bis maximal 31.12.2023. Hier besteht nun eine Differenz zum Ständerat, der eine Verlängerung bis 2030 will.

Wir werden nun zusammen mit unserer Allianz die Situation analysieren und uns auf die Differenzbereinigung während der Herbstsession vorbereiten.

Für detaillierte Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung: / 061 983 11 11
 
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